Case
Ein Pharao, viele Formate
Über das Projekt
Mit „Ramses – Das Gold der Pharaonen“ wurde eine international tourende Ausstellung im ODYSSEUM gezeigt, deren visuelle Kommunikation höchsten qualitativen und lizenzrechtlichen Anforderungen unterlag. Herzstück war der originale Zedernholzsarg Ramses II., flankiert von zahlreichen hochkarätigen Artefakten. Wir verantworteten im Projekt sämtliche digitalen Leistungen, von Social Media und Performance Marketing über Gästeservice bis hin zu Asset- und Freigabemanagement. Der Schwerpunkt dieser Case Study liegt auf der strategischen Formatanpassung aller Kampagnenmotive und Bewegtbildassets über Plattformen, Touchpoints und Funnel-Stufen hinweg.
Ausgangssituation
Internationale Ausstellungen bringen in der Regel starke Keyvisuals und definierte Bildwelten mit. Diese sind jedoch selten unmittelbar performancefähig. Für „Ramses“ standen hochwertige Mastermotive zur Verfügung, die primär für klassische Werbemittel und internationale Märkte entwickelt worden waren. Die Herausforderung bestand darin, diese Assets für ein digitales Ökosystem nutzbar zu machen. Unterschiedliche Plattformen wie Instagram, Facebook, Google Display oder regionale Portale verlangen jeweils eigene Seitenverhältnisse, Textanteile und Aufmerksamkeitsmechaniken. Hinzu kamen lizenzrechtliche Einschränkungen bei der Darstellung einzelner Artefakte. Ziel war es daher, eine systematische Formatanpassungsstrategie zu entwickeln, die visuelle Konsistenz sichert, Performance-Logiken berücksichtigt und internationale Freigaben effizient integriert.
Strategie & Vorgehen
Zu Beginn analysierten wir die gesamte geplante Customer Journey und definierten die relevanten Kontaktpunkte entlang des Funnels. Awareness-Formate erforderten andere visuelle Gewichtungen als Conversion-orientierte Anzeigen. Auf dieser Grundlage entwickelten wir ein modulares Adaptionssystem. Statt Motive lediglich technisch zuzuschneiden, wurden sie neu adaptiert. Für vertikale 9:16-Formate mussten zentrale Bildausschnitte neu komponiert werden, um mobile Aufmerksamkeit zu maximieren. Horizontale 16:9-Formate für YouTube erforderten eine andere Blickführung und mehr Raum für Dramaturgie. Quadratische Formate wiederum mussten typografisch so aufgebaut sein, dass sie auch im Feed bei geringer Scroll-Geschwindigkeit funktionieren. Besondere Aufmerksamkeit galt der mobilen Lesbarkeit. Text- und Call-to-Action-Elemente wurden nicht einfach skaliert, sondern je nach Plattform neu gewichtet. In Paid-Social-Umfeldern wurde stärker auf visuelle Hooks und reduzierte Botschaften gesetzt. Parallel dazu integrierten wir sämtliche Adaptionsschritte in den internationalen Freigabeprozess mit dem Produzenten. Um Abstimmungsschleifen zu minimieren, arbeiteten wir mit klar definierten Formatvorlagen und Visual-Guidelines, die lizenzrechtliche Vorgaben bereits vorab berücksichtigten. Jede Formatvariante wurde versioniert dokumentiert, um spätere Anpassungen oder Budgetverschiebungen schnell umsetzen zu können. Diese systematische Herangehensweise ermöglichte es, kreative Qualität nicht durch technische Restriktionen zu verlieren, sondern Formate als strategisches Instrument der Kampagnensteuerung zu nutzen.
Projekt
Ramses – Das Gold der Pharaonen
Kunde
Explorado Group & NEON Global
Unsere Leistung
Formatanpassung
Resultat
Durch die strukturierte Formatanpassung entstand eine konsistente, plattformgerechte Kampagnenarchitektur, die sowohl visuell hochwertig als auch performanceorientiert war. Die einzelnen Motive wirkten nicht wie beschnittene Ableger eines Keyvisuals, sondern wie eigenständige, für den jeweiligen Kanal optimierte Assets. Die Kampagnen profitierte von stabilen Engagement-Raten im Social-Bereich und effizienter Aussteuerung im Performance-Marketing. Gleichzeitig konnten internationale Freigabeprozesse beschleunigt werden, da Formatlogiken und visuelle Hierarchien klar definiert waren. Die Case Study zeigt, dass Formatanpassung im Kontext internationaler IP-Ausstellungen kein rein operativer Produktionsschritt ist, sondern eine strategische Disziplin. Sie entscheidet darüber, ob hochwertige Assets ihre Wirkung im digitalen Raum tatsächlich entfalten, oder lediglich technisch übertragen werden.
